Bea hat Rechte Teil 1

Bea hatte etwas aus ihrem Leben verbannt, nicht in einem großen Zeremoniellen Akt, nicht als Konsequenz einer bewussten Entscheidung, sondern ganz still und von sich selbst unbemerkt, hatte sie es getan.

Sie hatte das „Nein“ aus ihrem Gedankenreich verbannt und das Recht etwas nicht zu wollen.

So nahm Bea Form an, für viele, ja vielleicht gar für alle, die Gewünschte, die Passende und  doch vor und für sich selbst,  wurde sie formlos, fast schon bis zur Unkenntlichkeit.

Bea hatte ein hartes Leben, doch das wusste sie nicht, sie sah keine alternativen Leben. So stark, so lang, steckte sie in ihrem eigenen fest. So verwachsen, so rechtlos. So brav und wohlerzogen. Mit harter Hand.

Bea mit ihren 10 Jahren kannte sich schon gut aus, mit Verletzungen. Sie fütterten ihr Bedürfnis es allen recht zu machen, mehr noch, als die strafenden Hände, bei jedem ausgedrückten, zu  leben erwachtem „Nein“.

Denn für Bea war ein „Nein“ nichts anderes als eine Druckwelle, die andere  Menschen von ihr fort stieß.

Und sie malte sich lebhaft, mitfühlend aus, was in einem Menschen brechen konnte, der so weg geschleudert wurde, von dieser Welle. Wie viel konnte im Geheimen brechen unbemerkt und ungesehen.

Bea gab ihm viel Macht, diesem verbotenen, ungeliebten „Nein“. Es wucherte in ungeahnte Höhen und Breiten, in diesem kleinen Mädchen, vor sich hin, während die Menschen die sie umgaben, zu nahe kamen.

Die Grenzen nicht spürrend die Bea nicht zeigte.

 

 

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