Als Jesus abhaute – Teil 2

Doch kaum war die Tür geschlossen setzte das Klopfen wieder ein. Ich atmete ein paar Mal tief durch und öffnete die Tür erneut.

Jesus sah mich an, ich sah zurück, er lächelte, ich nicht.

„Tina, ich brauche deine Hilfe. Darf ich ein oder zwei Nächte bei dir pennen?“

Er sagte das so als wären wir alte Freunde, die sich schon ewig kennen. Doch so leicht wollte ich es ihm nicht manchen. „Woher kennen Sie meinen Namen?“

Er lachte auf und quietschte dabei ein bisschen, wie jemand dem es vollkommen egal war wie sein eigenes Lachen klang.

Es platzte einfach heraus, unbekümmert und wild. Dieses Lachen löste ein spontanes Glücksgefühl in mir aus und ich lächelte doch.

„Wüsste ich das dich mein Lachen erfreut, wäre ich nicht genau der, für den du mich hälst?“

Ich schwieg. Ich war verwirrt. Vielleicht hatte er mir meine Freude einfach angesehen. Doch er sprach weiter „Könnte ich wissen das du manchmal mit meinem Vater sprichst? Das hast du noch nie einem anderen Menschen erzählt. Es ist dir peinlich. Bei mir hast du dich übrigens nie gemeldet, ich könnte das persönlich nehmen, doch das ist nicht meine Art“.

Er zwinkerte mir nach seinen letzten Worten ungeschickt zu, wie jemand, der das zum ersten mal machte.

Obwohl ich noch immer Zweifel hatte und haben musste. Denn alles andere war zu verrückt. Sagte ich „Na gut, komm herein“.

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