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Liebe Leute, mit dem Ende der letzten Geschichte endet nun leider auch dieser Blog.

Obwohl ich es gerne gemacht habe und dankbar bin für alle die mit gemacht haben, möchte ich mich wieder verstärkt auf das Schreiben an meinen Büchern konzentrieren.

Es wäre geplant ein eBook heraus zu bringen mit den hier entstandenen Geschichten und auch der ein oder anderen zusätzlichen, so das die Texte weiterhin und an einem Stück gelesen werden können.

Angedacht wäre auch eine Autorenseite auf der meine Bücher und ich weiterhin zu finden sein werden.

Vielen Dank an alle die mir bis hier her gefolgt sind.

Es war mir ein Vergnügen.

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Als Jesus abhaute – Teil 11

Eine Woche später, ich ahnte nichts böses, klopfte es an meine Tür. Ich öffnete in Erwartung des Briefträgers. Doch statt eines genervten Typen der mir mein Amazon Paket in die Hand drückte stand dort ein zerlumpter Mann, der nach Alkohol roch und etwas anderem das ich nicht zu identifizieren wagte. Er hatte dunkle Augen die mir warm und müde entgegen blickten, als hätten sie zu viel gesehen. Sein Dreitagebart und die zerrissenen dunklen Klamotten gaben ihm eine gewisse heruntergekommene Coolness. 

Während ich noch überlegte wie ich auf den armen Kerl reagieren sollte und ob er wohl gefährlich war, spazierte dieser einfach an mir vorbei in die Wohnung und setzte sich mit hängenden Schultern auf den einzigen freien Stuhl. Ich brauchte dringend einen Türspion. 

„Mensch sein ist schon hart, ich habe das Chaos hier total unterschätzt und immer diese Entscheidungen. Es ist schon heftig mit dem freien Willen. Und ohne Geld läuft ja auch echt gar nichts….“

Da wusste ich wenn ich vor mir hatte. Es war ein ziemlich geschlauchter Gott.

„Ich habe soooo viel erlebt!! Güte, Mitgefühl, Hass, Zerstörung. Ich bin Randvoll mit Ängsten und Sorgen und wirren Gefühlen. Ich dachte Gott sein ist hart, aber Mensch sein ist auch nicht ohne!“

Gott redete immer weiter auf mich ein, es schien ihm gut zu tun. Während er mir detailreich von seinen Ängsten und Sorgen berichtet und ich nickte und verstand. Bekam ich doch auch Mitgefühl mit allen Gesprächstherapeuten, Psychologen und Frisören dieser Welt. 

Nachdem Gott sich alles von der Seele gesprochen hatte verkündete er „Die Auslöschung der Menschheit lasse ich ausfallen. In all dem Trubel gibt es so viele von euch die sich ihr Herz und ihr Mitgefühl bewahrt haben. Ich lasse euch jetzt nicht hängen.“

Ich war natürlich erleichtert das zu hören und sah schon erfreut das Happy End der Geschiche um die Ecke schlendern, da kam leider auch schon die nächste Geschichte auf mich zu. Denn Gott verabschiedete sich mit den Worten „Na dann, bis nächste Woche“.

Aber wie gesagt das ist eine andere Geschichte.

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Hallo zusammen

Endlich ist es soweit, die Geschichte geht weiter…

Als Jesus abhaute – Teil 10

Während ich noch überlegte ob ich nicht eine gute Therapeutin kannte, die für Gott  geeignet wäre, kontaktierte Jesus schon seinen Vater. Ich erkannte es am beständigen nicken seines Kopfes und den „Hmms“ und „Ahas“ die Jesus von sich gab.

Die Beiden heckten eindeutig etwas aus und zwar ganz ohne Handy. Auch wenn es mich freute das die Beiden die Köpfe zusammen steckten statt sich zu streiten, beschlich mich ein Hauch von Sorge, als Jesus seine Aufmerksamkeit wieder mir zuwandte.

„Es ist Entschieden, Gott will bei dir in Therapie gehen. Du gehst selbst schon so lange in Therapie, du wirst das sicher gut machen“. 

Diese Argumentation fand ich etwas naiv, da ich mir jedoch ziemlich sicher war das keiner der Beiden ein „Nein“ gelten lassen würde, entschied ich mich für abschreckende Maßnahmen „Na gut ich mache es, aber nur wenn Gott erst einmal eine Woche unter Menschen verbracht hat“ erklärte ich Jesus. Der daraufhin wieder mit seinem Vater kommunizierte ohne das ich ein Wort hören konnte. 

Nach einer Weile sagte Jesus dann erschreckender weise „Geht klar, das versuchen wir. Das heißt aber auch das ich mich von dir verabschieden muss. Jemand muss im Himmel ja die Stellung halten“, er drückte mich ganz fest an sich „Du machst das schon, ich habe dich lieb und es war schön mit dir“. Schon während er die Umarmung löste verblasste er und einen Moment lang fühlte ich mich verloren.

Kurz überlegte ich noch wie ich aus der Nummer wieder raus kam, doch nur wenige Tage später war alles nicht mehr als eine vage Erinnerung, die ich meiner überlaufenden Fantasie zu schrieb.

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