Helmuts Abschiedsbrief Teil 2

Liebe Amelia,

Meine Schwester hat jetzt deinen Wohnungsschlüssel , es fiel mir schwer ihn ihr zu überlassen, doch sie sorgt sich um mich und hat das Bedürfniss hier nach dem Rechten zu sehen,

Vielleicht sorgt sie sich zu recht, ich weiß noch immer nicht wie das gehen soll, leben, ohne dich.

Und doch tue ich es schon seid Wochen, auch wenn sich das Leben eher wie etwas anfühlt das mir wiederfährt.

Grausam geht es einfach immer weiter, ohne mein Zutun, während eine mögliche Zukunft noch immer meine Vorstellungskraft übersteigt, entsteht sie bereits, auch ohne dich, es fühlt sich falsch an.

Heute Morgen, als ich am Küchentisch hing und in meinen Kaffee starrte, drehte sich dein Schlüssel im Türschloss, für einen kurzen Moment vergaß ich die Trauer, den Schmerz, die Sehnsucht, so sicher war ich, das du gleich in der Tür stehen würdest.

Doch du warst es nicht und wieder brach es mein Herz. Wie in so vielen kleinen und großen Momenten eines Alltags ohne dich.

Hast du dich geliebt gefühlt? Jeden Tag unseres Lebens? Denn so hätte es sein sollen.

Immer wenn mich all mein Mut und meine letzte Kraft zu verlassen droht, denke ich an dich und unsere Zeit. Ich habe mich so geliebt gefühlt.

Du hättest nicht gewollt das ich aufgebe, oder all zu lange leide. Dieses Wissen gibt mir die Kraft jeden Morgen aufzustehen.

In Liebe,

Dein Helmut

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Helmuts Abschiedsbrief Teil 1

Liebe Amelia,

Ich vermute dies ist mein Versuch dich bei mir zu halten, ganz fest.

Aber manchmal stelle ich mir auch vor, meine Worte sind dein Geleit, begleiten dich auf deinem Weg, fort von mir und diesem Leben, dieser Welt.

Alles was ich jetzt noch mit Sicherheit weiß, ist, ich bin noch nicht so weit!! Ich kann das nicht, leben, ohne dich.

Ganz plötzlich bist du nicht mehr da, einfach so, von Augenblick zu Augenblick und so vieles bleibt ungesagt.

Das Ungesagte scheint sich mit meiner Sehnsucht zu verkleben, bildet schwere Brocken in mir, die mich in einen Abgrund zu ziehen drohen. Und ich kämpfe Tag für Tag, Nacht für Nacht, das Fallen habe ich schon immer gefürchtet. Doch wofür soll ich jetzt noch kämpfen, wenn nicht für dich.

Als du am Morgen die Wohnung verlassen hast, habe ich dich geküsst, hastig und flüchtig, mehr aus Gewohnheit, als aus Liebe.

Doch sie war da, die Liebe, nur etwas versteckt hinter dem Alltag und sie ist es noch. Sie ist da, sucht verzweifelt einen Weg zu dir und findet dich nicht mehr.

Und ich ertrage diese Stille nicht, so fülle ich sie mit Worten an dich, auch wenn die Worte die Sehnsucht nach Antwort in sich tragen.

Morgen mehr meine Liebe,

Dein Helmut

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Der Gewinner der Abstimmung

Hallo

Ich habe gesehen das doch noch jemand mit abgestimmt hat, scheinbar war die Motivation über die Feiertage nicht all zu groß, nicht nur bei mir.

Um so mehr freut es mich das es doch noch einen Gewinner gibt und zwar Helmuts Abschiedsbrief.

In ein paar Tagen werde ich euch sicher den ersten Teil zeigen können.

Bis dahin alles gute.

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Oma Elmas erster Brief an den Weihnachstmann

Für alle die sich die kommenden Tage noch etwas Weihnachts Feeling wünschen, schreibt die 75 jährige Elama einen Brief an den Weihnachtsmann.

Ihr kleiner Enkel Max hat schockiert heraus gefunden das seine Oma das noch nie gemacht hat, und für sie entschieden, es wird nun höchste Zeit dafür.

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Vorschau auf das kommende Thema

Hallo, alle zusammen, da bin ich wieder, nach einer kurzen Zwangs-Pause, aufgrund von technischen Problemen.

Und im Gepäck habe ich eine neue Lieblings-Idee.

Es ist so, ich wollte schon immer mal einen Briefroman schreiben, seid ich als Jugendliche das schöne Buch „Geh wohin dein Herz dich trägt“ von Susanna Tamaro gelesen habe.

Bisher habe ich mich aber noch nicht drüber getraut. Gleich ein ganzer Roman ist natürlich auch eine große Sache.

Aber da ich jetzt stolze Betreiberin eines netten, kleinen Blogs bin, würde sich eine nette, kleine und kurze Brief-Geschichte, sowie ein Probelauf für mich, eigentlich anbieten.

Also dürft ihr euch schon mal emotional darauf vorbereiten in nächster Zeit ein paar Briefe zu lesen zu bekommen.

Ideen sind schon einige da, aber ein bisschen muss ich noch an ihnen herum werkeln. Ich werde sie euch die nächsten Tage präsentieren.

Bis bald.

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Bea hat Rechte Teil 3

Bea wusste nicht was sie sollte, doch zum ersten Mal war das vielleicht gar nicht so wichtig. Denn sie wollte durch diese Tür gehen.

Natürlich würde ich euch gerne berichten, das es die richtige Entscheidung war und sich für Bea alles zum Guten wandte, nachdem sie hindurch gegangen war.

Doch so war es nicht. Es wurde nicht alles gut, allerdings wurde vieles leichter für Bea. Denn von da an hatte sie die Schulpsychologin an ihrer Seite. Jemand der sie auf ihrem Weg begleitete, manchmal an besonders schweren Stellen des Weges auch stützte. So fand sie mehr und mehr zu sich.

Es war auch bald nicht mehr wichtig ob es die richtige Entscheidung gewesen war, den Jahre später, Bea lebte in einer WG, für junge Erwachsene, erkannte sie, es war ihre erste eigene Entscheidung gewesen, durch diese Tür zu gehen. Der erste Schritt auf ihrem ganz eigenen Weg.

Und manchmal dachte sie es war mehr als nur ein Recht, sich für sich selbst zu entscheiden. Es war eine Pflicht, die entstand aus der Verantwortung für uns selbst, unser Glück, unser Wohlbefinden.

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Bea hat Rechte Teil 2

Vielleicht hätte die Geschichte von Bea kein gutes Ende genommen, wäre es nicht zu einer entscheidenden Wende in ihrem Leben gekommen.

Diese Wende kam, wie das oft im Leben passiert, in Form eines Menschen. In Form einer Eva.

Die tauchte einfach auf in Beas Schule, in ihrer Klasse. In Beas Leben.

Und diese Eva erzählte mit Händen und Füßen, manchmal ganz frech und manchmal ganz ernst von Rechten. Von Rechten die jeder hatte, in jedem Alter. Ja auch Bea.

Bea war fasziniert von Eva und von den Rechten von denen sie sprach.

Aber sie war auch verwirrt und etwas überfordert. Niemand durfte sie schlagen und doch taten es ihre Eltern.

Sie hatte ein Recht auf Schutz, auf eine eigene Meinung, sie hatte das Recht auf ein „Nein“.

In Bea entstand ein neues, starkes Gefühl von Wut und der Drang etwas zu verändern, für sich.

Ob diese Eva ihr dabei helfen konnte?

Am Ende des Vortrages hatte Eva gesagt sie sei die neue Schulpsychologin und Rechte von Kindern seien ihr ein besonderes Anliegen. Ihre Tür stand immer offen hatte sie gesagt.

Ob Bea es wagen sollte, durch diese geöffnete Tür zu gehen.

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Gewinner der Abstimmung-Bea hat Rechte

Knapp, aber doch hat der Themenvorschlag, Bea hat Rechte, gewonnen.  Daher werde ich euch voraussichtlich schon Morgen den ersten Teil der Geschichte vorlegen können. In diesem Fall muss ich sagen, fand ich es etwas hart abstimmen zu lassen (ihr vielleicht auch), beide Themen sind mir sehr wichtig und da ich mich bereits intensiv mit den Figuren auseinander gesetzt habe, fühle ich mich Beiden nahe.  Das heißt das wir vielleicht nicht ganz auf Thomas und seine Geschichte verzichten müssen.  Er wird mir jedenfalls nicht verloren gehen, und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, seinen Platz finden.

Bis Morgen und vielen Dank an alle fürs mitmachen.

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Bea hat Rechte Teil 1

Bea hatte etwas aus ihrem Leben verbannt, nicht in einem großen Zeremoniellen Akt, nicht als Konsequenz einer bewussten Entscheidung, sondern ganz still und von sich selbst unbemerkt, hatte sie es getan.

Sie hatte das „Nein“ aus ihrem Gedankenreich verbannt und das Recht etwas nicht zu wollen.

So nahm Bea Form an, für viele, ja vielleicht gar für alle, die Gewünschte, die Passende und  doch vor und für sich selbst,  wurde sie formlos, fast schon bis zur Unkenntlichkeit.

Bea hatte ein hartes Leben, doch das wusste sie nicht, sie sah keine alternativen Leben. So stark, so lang, steckte sie in ihrem eigenen fest. So verwachsen, so rechtlos. So brav und wohlerzogen. Mit harter Hand.

Bea mit ihren 10 Jahren kannte sich schon gut aus, mit Verletzungen. Sie fütterten ihr Bedürfnis es allen recht zu machen, mehr noch, als die strafenden Hände, bei jedem ausgedrückten, zu  leben erwachtem „Nein“.

Denn für Bea war ein „Nein“ nichts anderes als eine Druckwelle, die andere  Menschen von ihr fort stieß.

Und sie malte sich lebhaft, mitfühlend aus, was in einem Menschen brechen konnte, der so weg geschleudert wurde, von dieser Welle. Wie viel konnte im Geheimen brechen unbemerkt und ungesehen.

Bea gab ihm viel Macht, diesem verbotenen, ungeliebten „Nein“. Es wucherte in ungeahnte Höhen und Breiten, in diesem kleinen Mädchen, vor sich hin, während die Menschen die sie umgaben, zu nahe kamen.

Die Grenzen nicht spürrend die Bea nicht zeigte.

 

 

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Frist für Abstimmung

Ich habe ganz vergessen zu schreiben wie lange abgestimmt werden kann, aber die meisten von euch wissen vermutlich mittlerweile das die Abstimmung 3 Tage läuft  also bis heute um 12 Uhr. Danke an alle die bisher mit gemacht haben.

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Thema KinderRechte: Thomas ohne Worte

Thomas ist 10 Jahre alt und er hat etwas ganz wichtiges verloren, seine Stimme.  Eines Tages war sie fort.

Thomas hatte immer viel geredet, er hatte eine Meinung und er vertrat sie laut und manchmal auch ungestüm. Selten hörte jedoch jemand zu, selten nahm jemand ernst was er sagte. Immer sinnloser kam es ihm vor überhaupt noch etwas zu sagen.

Und als es am schlimmsten war, verließen ihn die Worte und seine Stimme nahmen sie mit.

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Thema KinderRechte: Bea hat Rechte

Bea lernt früh, das nein zu sagen ernste Konsequenzen hat. Ob sie nicht essen will, oder noch nicht ins Bett, sie steckt jedes Mal in Schwierigkeiten wenn sie nein sagt.

Manchmal wird sie sogar für ein „Nein“ geschlagen.

Mit 11 Jahren ist sich Bea sicher sie ist dazu da es allen recht zu machen. Auch wenn sie das immer häufiger in wirklich unangenehme Situationen bringt.

Dann begegnet sie jedoch jemandem und alles ändert sich. Denn Bea erkennt, das sie Rechte hat.

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Emma Teil 3

Vielleicht lag es an dem Schwindel, dem hecktischem klatschen meiner Mama oder an Mels besorgten, großen Augen. Aber ich ging einfach auf Mel zu, da sie ganz kurzes Haar hat, konnte ich ihr keine Strähne zurück streichen, aber das machte nichts.  Ich küsste sie einfach, genau wie sie es bei mir getan hatte, lange und vorsichtig. Es war genauso schön und aufregende wie beim ersten Mal. Es fühlte sich so gut an, das es nicht falsch sein konnte. Ich weiß nicht ob ich jetzt eine Lesbe bin und ob das schlimm ist. Aber eigentlich ist das nicht so wichtig.

Denn alle haben es gesehen Mama, Tobi, Papa und sogar Oma Lotte. Keiner hat doof reagiert. Mama meinte nur total uncool „Wie schön ihr erste Kuss“.

Tobi bekam von Papa 5 Euro, denn die Beiden hatten doch tatsächlich gewettet wer, wen zuerst küssen würde.  Da sie vom ersten Kuss gar nichts wussten, gewann Tobi, er hat gewettet das ich den ersten Schritt machen würde.

Und Oma Liselotte meinte nur trocken, na endlich.

Mel, die grinste mich ganz frech an, griff nach meiner Hand und ließ sie den ganzen Tag nicht mehr los. Ich glaube wir sind jetzt ein Paar.

The End.

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